Loheland - ein kulturhistorisch bedeutsamer Frauenort (Exkursion) am 19.11.2022



Loheland, Tagungshaus Wiesenhaus, 36093 Künzell
(Google Maps)
14:00 - 15:30
Kosten externe Teilnehmerin:
10.00 €

Dass sich der recht rare Status eines Denkmals nationaler Bedeutung rein auf die Leistung einer Gruppe von Frauen gründet, bietet auch heute noch Grund genug zu einem Besuch der Siedlung. Auf 54 ha landwirtschaftlicher Fläche errichteten die Gründerinnen in den volkswirtschaftlich harten Jahren zwischen 1919 und 1934 und gegen alle Widerstände einen „Campus“ mit Unterrichtsgebäuden, kunstgewerblichen Werkstätten und Wohnräumen mit unterschiedlicher architektonischer Formensprache. Die multifunktional genutzten Gebäude blieben als Streusiedlung eingebettet in das ursprünglich vorgefundene „Grün“. Das Berufsbildungskonzept richtete sich an junge Frauen. Ziel war, dass sich in der Auseinandersetzung mit Körperarbeit, künstlerischen Medien und handwerklicher Gestaltung eine „neue Generation Weib“ selbstbewusst heranbilden sollte. Die Schule war national und international erfolgreich. „Loheland“ wurde zur Marke.

Der Spaziergang durch den bebauten Kernbereich der Siedlung bietet Anlass, der motivbildenden Idee der Gründerinnengeneration nachzugehen, in deren Zentrum das Körperbildungskonzept „Loheland-Gymnastik“ stand. Er bietet so zum einen Einblicke in einen kulturhistorisch bedeutsamen Frauenort. Zum anderen wird die Frage, ob und inwieweit die Frauen aus der Zeit unserer Urgroßmütter unser heutiges, so ganz anderes Leben inspirieren können, den Weg begleiten.

Dass sich der recht rare Status eines Denkmals nationaler Bedeutung rein auf die Leistung einer Gruppe von Frauen gründet, bietet auch heute noch Grund genug zu einem Besuch der Siedlung. Auf 54 ha landwirtschaftlicher Fläche errichteten die Gründerinnen in den volkswirtschaftlich harten Jahren zwischen 1919 und 1934 und gegen alle Widerstände einen „Campus“ mit Unterrichtsgebäuden, kunstgewerblichen Werkstätten und Wohnräumen mit unterschiedlicher architektonischer Formensprache. Die multifunktional genutzten Gebäude blieben als Streusiedlung eingebettet in das ursprünglich vorgefundene „Grün“. Das Berufsbildungskonzept richtete sich an junge Frauen. Ziel war, dass sich in der Auseinandersetzung mit Körperarbeit, künstlerischen Medien und handwerklicher Gestaltung eine „neue Generation Weib“ selbstbewusst heranbilden sollte. Die Schule war national und international erfolgreich. „Loheland“ wurde zur Marke.

Der Spaziergang durch den bebauten Kernbereich der Siedlung bietet Anlass, der motivbildenden Idee der Gründerinnengeneration nachzugehen, in deren Zentrum das Körperbildungskonzept „Loheland-Gymnastik“ stand. Er bietet so zum einen Einblicke in einen kulturhistorisch bedeutsamen Frauenort. Zum anderen wird die Frage, ob und inwieweit die Frauen aus der Zeit unserer Urgroßmütter unser heutiges, so ganz anderes Leben inspirieren können, den Weg begleiten.

Über die Referentin:

Elisabeth Mollenhauer-Klüber, M.A.

 Sie baute über gut 1,5 Jahrzehnte das historische Archiv der Loheland-Stiftung auf, begleitete den Aufbau des Denkmalstatus der Siedlung Loheland sowie Ausstellungen, insbesondere die Sonderausstellungen zu Loheland.
Vonderau Museum Fulda 2004,
Bauhaus Archiv Berlin 2007,
Haus Am Horn in Weimar 2012,
Kunststation Kleinsassen 2012,
Jubiläumsausstellung Vonderau Museum Fulda 2019,
und publizierte zum Thema in Tagungsbänden, Katalogen und Fachzeitschriften; Vortragstätigkeit, zahlreiche kulturhistorische Führungen in Loheland; inzwischen im Ruhestand.

Kontakt: