Ort:
Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg (HAW Hamburg), Berliner Tor 5, 20099 Hamburg
(Google Maps)
Zeit:
16:30 - 18:00
Beschreibung:

UN-Ziel 4: Hochwertige Bildung

Schön, dass nicht alle jungen Menschen heutzutage „Superstar“ werden wollen und sich einige für ein lernintensives technisches Studium entscheiden.
Schade nur, dass die Studienabbruchquote an deutschen Hochschulen in Maschinenbau und Elektrotechnik deutlich höher ist, als in anderen Fächern. Studien zeigen, dass dies zum einen an der großen Kluft zwischen Vorwissen und Kompetenzen liegt, welche viele Studienanfänger* innen nicht mitbringen, die aber von ihnen zu Studienbeginn bereits vorausgesetzt und deswegen nicht vermittelt werden. Zum anderen liegt es am Habitus der Lehrenden, welche die Studieneingangsphase bewusst dazu nutzen, „unerwünschte Studierende“ aussieben. Unerwünscht sind Studierende aber nicht nur wegen Leistungsschwächen, sondern auch, weil sie „anders“ sind als der typische Ingenieur, z. B. weil sie Studentinnen, schwule Studenten oder Kinder aus Einwandererfamilien sind. Dabei wäre es an der Zeit, dass gerade diese Studierenden frischen Wind und eine größere Vielfalt in Elektrotechnik und Maschinenbau bringen.
Aus Gender und Diversity Perspektive lässt sich untersuchen, wie (soziale) Ungleichheiten an Hochschulen reproduziert werden und welche Möglichkeiten es gibt, die Studierenden in der Studieneingangsphase gezielt zu fördern bzw. die Fachkultur der Ingenieurwissenschaften zu öffnen.
Dazu stelle ich interessante Beispiele aus meiner Lehre, meiner Hochschule sowie anderen deutschen (Fach-) Hochschulen und Initiativen vor.

Referentin:
Helene Götschel ist eine Physikerin (Abschluss 1990), Wissenschaftshistorikerin und Geschlechterforscherin. Promotion in Sozialgeschichte (2000). 2015 wurde sie als Maria-Goeppert-Mayer-Professorin für „Gender in Ingenieurwissenschaften und Informatik“ an die Hochschule Hannover berufen.

Veranstaltet von:
Kontakt:
Sabine Köning-Ligl
Telefon: 0700 34238342 ; 0170 9084710

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